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Dieses Jahr besteht der Kreativkreis 20 Jahre

Bilder zur Feier sehen sie in unserer Galerie

Sie haben ein ausgefallenes Hobby?

Haben sie Lust uns kennen zu lernen ?

Dann melden Sie sich bei uns.

Seit über 30 Jahren wohne ich in Neuenrade und bin hier nach 49 Berufsjahren Rentner geworden.

Da ich mich neben Kakteen und anderen Pflanzen auch für Holzbasteleien interessiere, bin ich Mitte 2007 dem Kreativkreis Neuenrade beigetreten. Für Knobel- und Geduldspiele habe ich schon lange ein Herz und fertige in meiner Bastelwerkstatt seitdem immer neue Varianten dieser meist uralten Spiele an. Dieser Themenbereich war in dem Kreis neu.

Zwei Mal im Jahr stelle ich meine Werke im Rahmen des Kreativkreises vor. Beim Martinimarkt im November und beim Gertrüdchen im März.

Auch auf anderen Märkten in der näheren Umgebung bin ich mittlerweile zu finden. Bei der Plettenberger Woche bin ich ebenso präsent, wie auf den Weihnachtsmärkten in Werdohl und Altena.

Die genauen Termine finden Sie unter der Rubrik:   "Auf diesen Märkten finden Sie mich."

Auf diesen Märkten und auch in der Kreativwerkstatt, Bahnhofstrasse , können Sie die Spiele sehen und ausprobieren. Bei Interesse kontaktieren Sie mich einfach per Mail.

Alle meine Spiele sind aus unbehandeltem Holz gefertigt. Ich bin der Meinung, dass man Spielzeugen ansehen darf das sie benutzt werden.

Als Hölzer benutze ich unter anderem Kiefer, Zeder, Kirsche, Fichte, Buche, Walnuss, Mutenye, Douglasie, Lärche, Pflaume, Haselnuss, Walnuss und andere, auch dunkle Sorten, die ich nicht kenne. Sogar ein Stück Mahagoni habe ich in meinem Vorrat.

Für alle Spiele habe ich Lösungen gefertigt.

Daneben beschäftige ich mich noch für Computertechnik als Hobby. Für verschiedene Spiele habe ich die Lösung als Videoanimation angefertigt.

Bei Interesse bitte hier klicken

 

Pressebericht Süderländer Volksfreund
 
Knoten sind sein Leben
Paul Bludau baut Geduldsspiele aus Holz: 150 verschiedene Modelle hat er schon
Von Sarah Lorencic
NEUENRADE

Jeder hat etwas,das ihn antreibt. Begeistert und fit hält. Für Paul
Bludau ist es das Bauen und Erfinden von Holzknoten. Dabei ist es
längst viel mehr
als nur ein Hobby.Es nieselt, der Himmel ist grau. Das Haus scheint
verborgen hinter hohen Bäumen und Hecken. Steinplatten weisen
den Weg zum Eingang. Keiner öffnet.Es ist still. Nur aus dem
Wintergarten kommen Geräusche. Leises ticken, wie bei einer Uhr,
aber unregelmäßig. Ein Blick in dengläsernen Anbau lässt ein
Gewächshaus vermuten. Überall stehen Kakteen, von winzig klein
bis meterhoch. Aufder Suche nach eine Seiteneingang führt die
Runde an einem Bananenbaum und anderen dschungelähnlichen
Pflanzen vorbei. Nach erneuten Schellen hallt es aus dem
Haus: „Ich komme gleich.“ Die Tür geht auf und ein älterer
Mann mit grauweißen Locken und Bart steht im Blaumann an
der Schwelle.Wer einen Blick in seine kleine Welt wagt, erkennt
sofort, was für  ein kreativer Mensch hier wohnt. Ein
Genie, der das Chaos beherrscht, in vielen kleinenTeilen das große
Ganze vor allen anderen sieht .Der 76-jährige Rentner, geschieden
von seiner Frau, lebt bescheiden in seinem Haus in Neuenrade. Und in
diesem ist wirklich alles aus Holz. Ob Garderobe, Küche,Bett oder
Lampen. „Plastik finde ich schrecklich“,schüttelt Bludau den
Kopf. Bunt wirdes hier durch unterschiedliche Holzarten: Haselnuss,
Pflaume, Kirsche, Walnuss,Kiefer und sogar ein wenig
Mahagoni fast keine Holzart, das sich bei ihm nicht finden ließe.
Im Garten wächst sein eigener kleiner Haselnusswald.„Ich lasse
meinen Garten von Gott gestalten, und manchmal, wenn ich Zeit
habe, helfe ich ihm dabei“, erzählt Paul Bludau. Sperrmüll ist für
Bludau kein Müll Auf den ersten Blick gleicht sein Garten einem
kleinen Dschungel, mit einem zugewucherten Teich, riesige
Kompostbergen und hohen Gräsern und Pflanzen. Er überlässt
ihn den Tieren, zum Wohnen und Leben. Bludau scheint eher
ein Besucher in seinem eigenen Garten zu sein. Stattdessen geht er
lieber in den Keller, wo Bludau sein Heiligtum hat: die
Bastelwerkstatt. Rund- und Vierkanthölzer, aber auch Stuhlbeine
und halbe Tische liegen hier. „In diesem Leben werde ich es
nicht mehr schaffen,das ganze Holz zu verarbeiten“, sagt er
lachend. Holz hat er mehr als genug, aber wenn er altes
Mobiliar findet, kann er nicht anders als es mitzunehmen: „So was
kann ich doch nicht im Sperrmüll liegen lassen“, erzählt er. Mithilfe
von Drehbank, Fräsmaschine und Kreissäge bearbeitet
er große Hölzer zu kleinen Geduldspielen. Begonnen hat seine
Leidenschaft für Holzknoten bereits 1962. Als er abends
von der Bundeswehr nach Hause kam, hatte ihm sein Vater etwas
gebastelt.Gefertigt aus dem Holz des Apfelbaumes aus dem Garten,
bekam Bludau seinen ersten Holzknoten in die Hand gelegt. „Ich
brauchte 20 Minuten“, erzählt er. Seitdem ist er immer auf der
Suche nach neuenKnoten und erfindet sie auch selbst.
Aber er gibt zu: „Ein bisschen verrückt muss man schon sein.“
Auch eine Auswahl für die Kleinsten im Lagernebenan stapeln sich
Kisten mit vorrätigen Spielen.Mehr als 150 verschiedene
Modelle bewahrt er hier auf. Weil er häufig angesprochen wird, ob
er auch Kinderspielzeug anfertigt, befindet sich mittlerweile
eine Auswahl für die Kleinsten in seinem Repertoire.
Eine Raupe mit Gummiband ist schon für Einjährige geeignet und
soll Motorik und Sensorik fördern. Einen Holzdackel
können Kinder hinter sich herziehen. „MeineTochter wollte,
dass ich meiner   Enkelin eine Spielküche baue. Und ein guter Opa macht das natürlich auch“, sagt er. Es wird klar: Familie ist ihm wichtig. Seit
zehn Jahren ist er Mitglied im Kreativ-Kreis. Seitdem steht Bludau
auch auf Kunsthandwerkermärkten und verkauft seine Schätze.
Der Umgang mit Menschen bereitet ihm viel Freude. Begeistert
von seinen Leidenschaften und Hobbys erklärter seinen Besuchern
seine Welt und zieht sie mit hinein.Seine Knoten scheinen unlösbar,
bis er sie zerlegt und wieder zusammensteckt. „In Afrika
haben Menschen so ihre Zauberkraft bewiesen“,lacht er.
Die Knoten lassen ihn schon sein halbes Leben nicht mehr los„
aber auch das Herstellen macht Spaß“,sagt er. Zu jedem Knoten
gibt er eine Lösung mit. „Aber es heißt ja Geduldspiel“, erklärt er.
„Ich empfehle immerdie Erklärung nicht zu lesen,weil
man sonst enttäuscht darüber ist, wie einfach es eigentlich ist“. Das
Erfolgserlebnis sei unvergleichlich.
 Knobelei gegen Demenz Entwicklung, Produktion und Lösen der Geduldspiele, verfolgen aber noch einen ganz anderen Zweck:
„In meiner Familie gibt es einige Demenz-Fälle“, sagt Bludau.
Falls die Krankheit erblich sein sollte, was noch nicht bewiesen ist,
will er ihr entgegenwirken, in dem er Körper und Geist fit hält.
Einige Werkstücke möchte er nicht verkaufen. „Die werde ich nur
vererben“, bemerkt er.Dazu gehört  auch ein großes Standspiel, das
er für einen Wettbewerb anlässlich des Neubausdes Werdohler
Bahnhofs herstellte. Das Spiel soll die Geschichte des Bahnhofes
symbolisieren: „Zunächst steht man ratlos davor und dann versucht
man das Problem zu lösen“, erzählt er,„am Ende hat man das
Erfolgserlebnis. Es scheint, als sei dieses als sei dieses Prinzip nicht
nur in jedem seiner Spielzeuge verankert, sondern auch sinnbildlich
für das Leben. Selbst wenn das Rätsel am Ende nicht gelöstist, war der Spaß dabei doch das, was zählt. Paul Bludau in seiner Werkstatt im Keller. Hier stellt er die verschiedenen Modelle her.
So sieht einer der Holzknoten von Paul Bludau aus, wenn er in seine Einzelteile zerlegt ist. Geduldsspiele aus Holz sind
die große Leidenschaft von Paul Bludau aus Neuenrade. Der 76-Jährige beschäftigt sich mit diesem Hobby schon seit Jahrzehnten.

Fotos: Lorencic
ZITAT
In diesem Leben werde
ich es nicht mehr
schaffen, das ganze
Holz zu verarbeiten.
Paul Bludau,
Bastler